Geomantie & Radiaesthesie

Geomantie ist so alt wie die Menschheit selbst. Zu allen Zeiten standen Menschen im Austausch mit den Orten, an denen sie lebten. Intuitiv spürten sie die Ortsenergien, die sich für sie zur „Anima Loci“, zur Seele des Ortes, zusammenfügten.
Das Wort „Geomantie“ setzt sich zusammen aus griech. γῆ (ge) = Erde und μαντεἰα (manteia) = Weissagen, Deuten. Es geht also darum, „die Erde zu deuten“, d.h. Ortsenergien wahrzunehmen und qualitativ und quantitativ zu bestimmen.IMG_1501

Wie geschieht das?
Mein „Arbeitsgerät“ ist in erster Linie meine Körperwahrnehmung. Mein Körper als komplexer Zellorganismus spürt und erkennt die Energien, das Strahlungsmilieu um ihn herum. Sobald eine Feldveränderung eintritt, z.B. wenn ich mich von einem Platz zu einem anderen bewege und damit unterschiedliche Schwingungsfelder passiere, reagiert mein Körper mit subtilen Veränderungen. Kleinste Muskeln bewegen sich, spannen sich an. Das mache ich mir zunutze, wenn ich mit der Rute in den Händen an einem Ort arbeite. Oder wenn ich mit dem Pendel eine Quantitätsbestimmung der Ortsenergie vornehme (Bovismetrie).

Untersuchung von Lagerstätten nach Agricola 1556Geomantie meint die jahrtausendealte Kunst, Orte, Landschaften, Häuser, Plätze, Gärten in ihrer Ganzheit wahrzunehmen, ihr Schwingungs- und Strahlungsgefüge zu erfühlen (Mutung), und Energiemuster zu erkennen. Sie schafft ein Bewußtsein, daß der uns umgebende Raum mehrdimensional ist, d.h. weit über die Ebene der Materie hinausgeht.
Sie will eine neue Beziehung schaffen zwischen Land und Mensch, und das Bewußtsein schärfen für die Wechselbeziehung und das gegenseitige energetische und geistige Einwirken von Orten auf Menschen, aber auch von Menschen auf die Plätze, die sie aufsuchen, auf Häuser, die sie bewohnen, auf Landschaften, die sie kultivieren und verändern.
Geomantie will der ANIMA LOCI, der Seele des Ortes,
begegnen.

Geomantie ist die Wahrnehmung und das Bewußtwerden
feinster Energieströme und Schwingungen, und ihre Deutung.

„Erdstrahlen“ sind schwingungsmäßige Resonanzzonen von Wasseradern, Gitterstrukturen, Verwerfungen u.ä., welche die Geomantie und die ihr zugeordnete Radiaesthesie (Strahlenwahrnehmung) mit ihrem Instrumentarium
(Rute, Pendel, Bovismeter, Lecherantenne) und ihrer Erfahrung zu finden sucht (Mutung), und entsprechend ihrer aufbauenden oder aber pathogenen Wirkungsweise deutet.
Zunehmende Belastungen entstehen heute durch den Ausbau menschengemachter Strahlungsfelder wie der Hochfrequenztechnik (Mobilfunknetze, WLAN, DECT u.a.). Auch diese Ströme können radiaesthetisch erfaßt, und es kann Abhilfe geschaffen werden.

Radiaesthesie meint Strahlenwahrnehmung. Es ist dem Lateinischen und Griechischen entlehnt: radius = Strahl, und αἴσθησις (aisthesis) = Sinneswahrnehmung. Ich nehme mit meinen Körpersinnen Strahlung wahr. Sichtbar mache ich den Vorgang durch die Zuhilfenahme meines radiaesthetischen Instrumentariums: Ruten, Pendel, Antennen.
Ich sehe die Radiaesthesie als der Geomantie zugeordnet an: ich muß zunächst die Strahlung erfassen, bevor ich sie deuten und einordnen kann. Sie ist sozusagen die Grundvoraussetzung geomantischer Arbeit.

Goethe

„Der Mensch an sich selbst, insofern er sich seiner gesunden Sinne bedient, ist der größte und genaueste physikalische Apparat, den es geben kann. Und das ist eben das größte Unheil der neuern Physik, daß man die Experimente gleichsam vom Menschen abgesondert hat und bloß in dem, was künstliche Instrumente zeigen, die Natur erkennen, ja was sie leisten kann dadurch beschränken und beweisen will.“
J.W. v. Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, „Aus Makariens Archiv“

So schrieb J.W. v. Goethe vor fast 200 Jahren. Geändert hat sich an dieser Aussage nichts, sie ist so aktuell, wie damals. Noch immer ist der menschliche Organismus das feinste „Meßgerät“, das es gibt. Und an der Wissenschaftshörigkeit des mainstreams hat sich ebenfalls nichts geändert. Aber: nicht die Wissenschaft „erklärt“ die Welt – jeder Mensch erfährt sie, in unmittelbarem Erleben. Man muß nur seine Sinne aufsperren.

Das Bewußtsein, welches erkennt, daß der Mensch, so wie andere Organismen, Tiere und Pflanzen, von erdgebundenen Strahlungsfeldern, von Ortsenergien, beeinflußt wird, wächst in unseren Tagen erst langsam wieder. Unser Wohlergehen, die Gesundheit von Körper, Seele und Geist, hängt ganz entscheidend von unserer direkten Umgebung ab.
Menschen früherer Zeitläufte, etwa im Altertum, der Antike oder dem frühen Mittelalter, waren in der Lage, Ortsqualitäten zu fühlen und ihre Baulichkeiten danach auszurichten. Oder sie hatten zumindest ihre „Fachleute“ dafür: Schamanen, Priester, Druiden, Meister der Bauhütten. Die großen Mönchsorden, wie Benediktiner, Zisterzienser, Templer – sie alle hatten das Wissen um die Ortsqualitäten ihrer Gründungen und Klosteranlagen und bauten sie entsprechend.

Wir machen uns heute Hilfsmittel zunutze, wie beispielsweise Pendel, Wünschelrute, Lecherantenne, um Körperreaktionen sichtbar zu machen und Aussagen über die Energien eines Ortes treffen zu können.

Häufig wird der Begriff „Erdstrahlen“ verwendet, eine vielleicht etwas ungenaue Bezeichnung für unterschiedliche Phänomene, wie etwa Resonanzzonen von Wasseradern, Gitterstrukturen, Verwerfungen. Sie alle haben Auswirkungen auf die Organismen (Mensch, Tier, Pflanze), die über ihnen die Erdoberfläche bewohnen. Und – “steter Tropfen höhlt den Stein“ – je länger ein Lebewesen im Einflußbereich solcher Energien lebt, umso mehr wirken sie auf es ein – und verändern es. Sie geben ihm Energie zum Leben – oder nehmen sie ihm.

Eigentlich sollte jeder Mensch sich seiner unmittelbaren Umgebung bewußt sein. Tatsächlich spüren wir häufig intuitiv die Ortsenergien, einfach indem wir uns wohl oder unwohl fühlen.

Geomantie untersucht die Interaktionen, d.h. die Wechselwirkungen zwischen Orten und Menschen: jeder Ort wirkt auf den unterschiedlichen Ebenen auf den Bewohner/Besucher ein, das Gleiche geschieht umgekehrt: jeder Mensch beeinflußt – meist unbewußt – den Ort, an dem er sich gerade aufhält.
Je intensiver diese Prozesse stattfinden, desto mehr prägen sich die Energien als Muster im Raum ein und können über lange Zeiträume erhalten bleiben.
Bei Orten: als Energiemuster im Raum.
Bei Menschen: in starken Reaktionen auf der Körperebene, z.B. chronischer Krankheit.

 

Geomantie und Wissenschaft

Ein Gedanke noch zur häufig geäußerten Kritik an Geomantie und Radiaesthesie. Sie wird oftmals als unseriös dargestellt, es wird bestritten, daß es die Phänomene und ihre Wahrnehmungsmöglichkeiten überhaupt gibt. Es gäbe keine wissenschaftlichen „Beweise“ dafür (was wieder einmal die Beschränktheit dieser positivistischen Weltsicht zeigt: nur das, was wissenschaftlich „beweisbar“ ist, hat eine Daseinsberechtigung).  Darauf kann eigentlich nur geantwortet werden: Geomantie ist eine uralte Menschheitserfahrung, die durch alle Zeitläufte in verschiedenen Kulturen immer wieder beschrieben wurde. Sie entzieht sich dem apparativen Zugang: der Körper ist der eigentliche Spürsensor. Als Erfahrungswissenschaft ist der Zugang der Geomantie a priori ein subjektiver, er versucht aber durch gewisse (nicht statische) Ordnungssysteme eine objektiv einzuordnende und überschaubare Größe zu sein. Für mich ist immer die Erfahrung wichtig (die deutliche Erfahrbarkeit von Standortenergien und die Erfahrung mit ihrer Bestimmung, die auf einer langjährigen Tätigkeit fußt)  und die Reaktion auf eine vorgenommene Veränderung. Wenn Pflanze – Tier – Mensch wieder gesunden, ist mir dies „Beweis“ genug. Daher ist mir eine Rückmeldung in gewissem Zeitabstand zur durchgeführten Untersuchung sehr wichtig. Es freut mich immer, wenn meine Arbeit bestätigt wird und ich bei Problemen zur Lösung und Heilung beitragen kann. Im Übrigen verweise ich auf die durchaus wissenschaftlichen Untersuchungen von O. Bergsmann und H.L.König/H.-D.Betz zu diesem Thema (s. Literatur).